Agroforstliches Modellprojekt „Hof Hollergraben“
Rahmenbedingungen Der „Hof Hollergraben GbR“ (ehemals Hof Schweppenhäuser) wird seit 1976 nach der Demeter Richtlinie biologisch – dynamisch bewirtschaftet und ist 2005 von dem Demeter-Landwirt Klaus Strüber übernommen worden. Der Betrieb liegt im Ostholsteinischen Moränengebiet und gehört zur Gemeinde Schönwalde (am Bungsberg). Das umliegende Gelände und die Agrarflächen selbst sind hüglig bei einer Höhenlage von ca. 50-75 m ü. N. mit einem Höhenunterschied von ca. 20 m. Die Temperatur im langjährigen Mittel beträgt ca. 8,5ºC bei einer durchschnittlichen Jahresniederschlagssumme von ca. 845 mm und 1596 Sonnenstunden im langjährigen Mittel. Die Ackerflächen bestehen aus schweren Lehmböden mit geringer Durchlässigkeit, mäßigen Nährstoffgehalt, geringem Kalkwert und einem teilweise geringem Humusumsatz. Die Werte der Spurenelemente sind normal. Der Betrieb will sich in Zukunft auf Pferdewirtschaft im Ackerbau konzentrieren und betreibt zudem Gemüseanbau sowie Weidewirtschaft. Der Viehbestand wurde abgeschafft. Außerdem ist eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit in der Region geplant.
Ziele des Agroforstprojektes auf dem Demeter Hof “Hollergraben”
Mit der agroforstlichen Modellanlage auf dem Hof Hollergraben wird die zweite Agroforstanlage mit Wertholzbestand in Schleswig-Holstein und der Bundesrepublik realisiert. Während die Pilotanlage des EU Forschungsprojektes SAFE auf einem konventionell wirtschaftenden Hof in Groß Zecher (LK Herzogtum Lauenburg) in 2003 realisiert werden konnte, soll nun ein Agroforstsystem auf einem ökologisch dynamisch wirtschaftenden Betrieb begründet werden. Oberziel ist ein ökologisch wertvolles Agrarsystem herzustellen, das sich langfristig ökonomisch selbst trägt und eine generationenübergreifende soziale Wirkung entfaltet. Es stehen folgende Ziele im Vordergrund:
- Ökologische Diversifizierung der Agrarlandschaft
- Einkommensdiversifizierung für den Landwirt
- Landschaftsästhetik und Naherholung