Birnenbaum (Pirus communis)

wildbirneDer mittelgroße Baum hat freistehend die Form einer Birne. Wegen seiner schmalen Krone und tief reichenden Pfahlwurzel eignet er sich gut für die Agroforstwirtschaft. Er ist allgemein anpassungsfähig an den Boden und bevorzugt trockene Gebiete. Staunässe verträgt er nicht. Die Birne kommt gut über trockene Sommer hinweg. Nährstoffreiche Böden werden bevorzugt.

Der Stamm wird bis 15 m hoch und erreicht einen Durchmesser bis 90 cm. Der jährliche Höhenzuwachs beträgt 20-40 cm. Er zählt zu den mittelwüchsigen Baumarten. Die Blüten sind weiß. Das zerstreutporige Holz ist rötlich braun, häufig mit Wimmerwuchs und Markflecken. Die Jahrringe sind durch eine feine Herbstholzlinie begrenzt. Die feinen Gefäße und Markstrahlen sind von bloßem Auge nicht erkennbar.

Das feine Holz ist ziemlich hart, sehr dicht und schwer spaltbar. Es lässt sich gut bearbeiten, drechseln, schnitzen und messern (Furnierherstellung), gut leimen, lackieren und polieren.

Das Holz wird für Möbel, Innenausbauten, Schnitzereien, Drechslerarbeiten, für Musikinstrumente, Reißschienen und Maßstäbe, ferner für solide Gießereimodelle verwendet. Gedämpft und schwarz gefärbt dient Birnbaum der Möbelindustrie als Ebenholzimitation.

Mit weniger Ansprüchen an den Boden kann auch die Wildbirne (Pyrus pyraster) benutzt werden. Sie hat allerdings einen stärkeren Seitenaustrieb, was das Ziehen zum Hochstamm aufwendiger macht. Ihr Holz wird aber höher gehandelt als das der Kulturbirne.

Birnbaum furnier



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