
Agrarfläche in Deutschland
Die neue EU – Richtlinie zur Entwicklung der ländlichen Räume ELER kennzeichnet einen Wendepunkt in der „Gemeinsamen Agrarpolitik der europäischen Länder“ (GAP). Mit der Entkoppelung der Direktzahlungen von der Produktionsmenge und der Anbindung der Zuschüsse an die Einhaltung von Umweltschutzstandards rückt der Aspekt des Landschaftspflegeauftrages der Landwirtschaft stärker in den Mittelpunkt der europäischen Agrarpolitik.

Gründüngung und Kunst auf Stilllegungsflächen
Gerade in den von Bevölkerungsabwanderung bedrohten, meist strukturschwachen, Gebieten dringen zunehmend die Pflege und der Erhalt der Kulturlandschaft in den Vordergrund des gesellschaftlichen Interesses. Viele dieser Gebiete sehen in der Verknüpfung von Naturschutz, Landwirtschaft und Naherholung eine ökonomische Überlebenschance. Doch um diese Verknüpfung ökonomisch, ökologisch und sozial Umsetzen zu können bedarf es anderer, multifunktionaler Bewirtschaftungsweisen der Agrarflächen.

Agroforst System in Frankreich
Die Landnutzungsalternative Agroforstwirtschaft bietet als mischkulturelle Bewirtschaftungsform einen multifunktionellen Einsatz bei hoher Umweltleistung an.

Agroforst in Castries
Mit dem Artikel 44 der ELER-Richtlinie wird ab 2007 diese Landnutzungsform in der EU förderfähig. Die Implementierung der Agroforstwirtschaft in die EU-Agrarpolitik ist das Ergebnis der Forschungen des europäischen Forschungskonsortiums SAFE (2001-2005).
Agropark (FINIS e.V.) hat in diesem Forschungskonsortium als Vertragspartner für Deutschland mitgewirkt und zwei agroforstliche Modellanlagen in Schleswig-Holstein errichtet.
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