Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)

Die Erle wird bisher nicht als Agroforst-Baumart verwendet, hat aber das Potenzial dazu. Interessant an diesem Baum ist, dSchwarzerleass das Laub gut verrottet und somit mittelfristig zur Bodenverbesserung auf schlechten Standorten beiträgt. Das Herzwurzelsystem geht sehr tief, es werden kaum horizontale Wurzeln ausgebildet. Dadurch ist die Konkurrenz mit den Ackerkulturen gering.
Sie hat meist einen Stamm, der bis zum Wipfel durchgeht. Das macht eine Stammholznutzung attraktiv. Das Erlenholz hat gerade in den letzten Jahren zunehmend einen Markt in Deutschland gefunden. Bisher wird ein großer Teil des Erlenholzes importiert.
Durch die Symbiose mit Strahlenpilzen kann sie Stickstoff aus der Luft binden und reichert ihn damit im Boden an. Mit ihrer guten Lichtdurchlässigkeit bietet sie Unterkulturen – Feldfrüchten oder Weidegräsern gute Lebensbedingungen.
Die Schwarz-Erle bietet Lebensraum für über 150 Insektenarten (alleine 75 Schmetterlingsarten!) und mehrere Dutzend Vogelarten.
Das Holz ist gut zu trocknen, arbeitet und reißt wenig, lässt sich leicht und sauber bearbeiten. Es wird als Massivholz in der Kunst- und Möbeltischlerei eingesetzt, aber auch häufig zu Furnieren verarbeitet, da es eine sehr feine Zeichnung aufweist und sich zudem leicht färben und beizen lässt. Es ähnelt dem Kirschholz.
In Wasser verbaut zeigt Erlenholz eine besonders große Dauerhaftigkeit und wird daher gerne für Wasserbauten, Mühlenbalken, Wasserleitungsröhren und Stalldielen verwendet.

Kombinationen
Die Schwarz-Erle ist mit allen Sträuchern kombinierbar.

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