Sorbus domest
ica ist in Deutschland konzentriert in den Weinanbaugebieten. Das liegt daran, dass er dort seiner Früchte wegen kultiviert wurde. Es gab den Speierling aber auch in nördlicheren Wäldern insbesondere östlich der Elbe bis nach Rügen immer im Zusammenhang mit Vogelbeere. Da er konkurrenzschwach ist, konnte er im Wald nicht überleben und wurde auch wegen seiner Wurzelbrut ausgerottet.
An den Boden stellt er keine größeren Ansprüche als Sorbus accuparia. Er bevorzugt trockene bis mäßig frische, durchlässige, nährstoffreiche Böden und erreicht ein Alter von 150 – 200 Jahren. Das wertvolle Holz wird benutzt für Musikinstrumente und Furniere. Es ist selten auf dem Markt verfügbar und erzielt ähnlich hohe Preise wie die Elsbeere, die etwas höhere Bodenansprüche hat. In Schleswig-Holstein konnten die Elsbeere und der Speierling im Agroforstsystem auch auf mageren Sandboden angesiedelt werden.
Die Blüten sind weiß, in länglichen Kegelrispen. Blütezeit ist Mai bis Juni. Je nach Typ hat der Speierling birnen- bis apfelförmige Früchte, 2 –3 cm lang und 3 – 4 cm dick, grüngelb, leuchten rot. Der sommergrüne Baum hat eine gelb bis gelborange Herbstfärbung.



