Vogelkirsche (Prunus avium)

VorgelkirscheVogelkirsche ist als Agroforst-Baumart für silvoarable und silvopastorale Systeme sehr gut geeignet, sofern die Bodenverhältnisse stimmen.
Prunus avium ist insgesamt anspruchslos an den Boden, verträgt aber keine Staunässe oder armen Sandböden. Zu saure Böden sollen den Gummifluss begünstigen, der den Ertrag mindert. Sie sollte im Berliner Barnim nur auf Flächen mit lehmigen Sandböden verwendet werden.
Die Kirsche muss vor Wildverbiss geschützt werden. Sie erreicht ein Alter von 80 bis 90 Jahren, wird zur Stammnutzung im Agroforstsystem schon früher geerntet.
In Kombination mit Ackerbau stellen die Bäume wichtige Rückzugsnischen für Insekten, Vögel und andere Kleintiere dar: 15 Wildbienenarten sammeln Pollen an der Vogelkirsche, 48 Vogelarten profitieren von den Früchten.
Um einen guten Stamm zu erzielen, sollte rechtzeitig aufgeastet werden. Astfreies Holz ist für Möbel begehrt. Wichtig ist vor allen die Wahl des Pflanzgutes. Herkömmliche Sämlinge ergeben meist eine unzureichende Stammqualität, da sie nicht grade genug wachsen. Deshalb wurden für die forstliche Nutzung von verschiedenen Forstinstitutionen (in NRW, Ba-Wü) Klone herausselektiert, die besonders gradschaftig wachsen. Diese Investition ist für Agroforstsysteme von großer Bedeutung.
Landschaftsästhetisch ist vor allem die weiße Blüte der Kirsche begehrt. Sie hat außerdem eine schöne Herbstfärbung und trägt im Spätsommer rote Früchte.

Kombinationen
Die Vogelkirsche ist gut mit anderen Sträuchern zu mischen. Dabei ist zu beachten, dass sie in der Jugend nicht behindert wird.

kirschbaum furnier

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